(I)
Va
Va
Lit
er
aar
Ul
ner
i
Neu
Lit
er
a
NYC
Au
gen
ba
Blu
Re
vo
lu
är
Ach
Ger
pe)
Har
Ro
Ro
Wil
lem
sen
Mar
Fel
der
Ger
An
fer
Wil
Gen
a
zi
no
Ol
no
Do
ro
 
El
mi
ger
Su
Zau
ber
zen
ra
fe
Li
ter
a
tur
a
Sa
lon
pa
la
ver
Hin
Au
mig
ver
nis
Lo
Lu
NYC
To
ri
Tex
te
ver
nis
li
To
so
ni
mes
zig
ver
nis
Hin
Au
gen
Fel
der
@
Sa
lon
pa
la
ver
tex
Na
tha
Mar
Fel
der
to
ni
Bi
gi
ni
pha
Ur
An
ro
To
ri
Tex
te
li
At
kin
son
NIN
vor
ge
Hin
gab
e
Hin
ter
to
ler
of
fen
OG9
gue
San
ta
Pha
se
Co
min
Kel
An
dre
ser
lan
Lo
ka
li
en
Ki
kin
to
Ar
Ca
men
Ha
ne
ro
ro
El
mi
Ju
li
Bis
gu
lue
log
ein
I
bra
him
er
ei
Ou
rou
mov
lue
log
ein
Ro
er
di
er
de
We
ge
hen
tha
sar
Go
ril
Mor
kam
de
on
te
tot
un
ter
Fa
mer
vo
gel
ben
Tag
Blu
Mei
bar
in
Sei
Ro
man
ei
Li
e
si
ko
pe
ic
Hbf
I
Mu
© Design by buerohaeberli.ch | Programming by meyerweb.ch

Ulrike Ulrich

u.ulrich_272422

*1968 in Düsseldorf.

Seit 2002 in der Schweiz, schreibt Romane, Kurzprosa, selten Lyrik, mitunter Kolumnen und mit Begeisterung Monologe.

Werkauswahl

Uetliberg hell

Die Töchter und das gute Geld

Im Hintergrund

Risikogruppe

NZ 301 ab Köln Hbf

Der Hund ist tot

Totale Phase

fern bleiben in NYC

Hinter den Augen bei Sprachsalz


Persönliche Angaben

Auftritte

Preise

Projekte

Publikationen

Kontakt


Weblinks

www.ulrikeulrich.ch

Totale Phase


Wir gehen den Mond unter der Brücke suchen. Viel haben wir noch nicht gemeinsam. Nur die Zukunft und eine Verabredung zum Mond. Du kannst mit ihm tanzen. Ich seh dir zu, an den Pfeiler gelehnt. Der Mond spiegelt sich in der Schneedecke, sage ich und du nimmst mir nicht übel, dass ich ohne Not lüge. Hinter meinem Rücken steigt der Mond in den Fluss. Ich kann dein Lied sehen.

Ich tanze so gern mit dir im Schnee, werde ich Wochen später sagen. Du wirst mir Lieder schenken, damit ich sie trage. Zwischen uns fallen flach die Kristalle. Du darfst mich vertonen, werde ich sagen, obwohl du so viel Entfernung brauchst und ich so viel Rot.

Wie lange noch, frage ich, als du mich in den Kreis holst. Wir haben noch nie eine Uhr gehabt. Nicht mal am Anfang. Wir raten. Wir laufen. Wir tanzen. Manchmal sind wir uns Mond. Der lacht hinter halb vorgehaltener Hand. Es ist so weit, sagst du, und wir tanzen den Kopf im Nacken. Bis wir unter der Brücke stehen. Über meinen Kopf hinweg siehst du, wie der Mond in Deckung geht, mein Rücken warm.

So werden wir oft stehen, der Größe nach. Ich werde sagen: genau hier. Wochen später wirst du die Schneeflocken aufs Sterben vorbereiten, bevor ich sie trinke. Wie kann es nicht dunkel werden. Es ist eine gute Zeit zum Schmelzen. Ich denke an dich in Temperaturen. In Gegensätzen. Das Licht ist kalt, das Wasser warm. Monde später werden wir uns anvertrauen. Ich kann dein Lied sehen, wirst du sagen. Ich tanze dazu. Schön, wirst du sagen. Ich küsse dich auf die Augen. Schön, dass der Spiegel schmilzt.

 

Totale Phase im Literaturradio.at

Aufnahme: TITTANIC beim Zürcher Theater Spektakel 2008
Stimme: Ulrike Ulrich